Derbysieg gegen Percha
- Aktualisiert: 2. April 2026
Vergangene Woche konnte zuhause der erste Dreier der Rückrunde eingefahren werden, diese Woche sollte beim nächsten Heimspiel noch einmal eine Schippe draufgelegt werden, um im Derby gegen Percha die Punkte in Dietenheim zu behalten.
Um im Vollbesitz der Kräfte für das Spiel am Samstag zu sein, begann die Vorbereitung bereits am Freitag beim Training. Anscheinend dachten sich einige, dass unsere Mannschaft zu sehr ausgehungert und nicht gut ernährt ist, deshalb wurden keine Kosten und Mühen gescheut, daran etwas zu ändern.
Die Bäckerei Harrasser versorgte uns beim Training mit belegten Broten und Krapfen (Ein großes Danke nochmals an dieser Stelle), und da das nicht ausreichend war, hat sich unser verletzter Kapitän Michi beim Weißen Kreuz in Bruneck einen Krankentransporter ausgeliehen, den Kofferraum mit Nudeln vollgepackt und damit den schwer behinderten (Verzeihung, „verletzten“) Clara Felix samt Krücken aufgeladen. So zauberten uns die zwei nach dem Training zur weiteren Stärkung eine Pasta, zum Entsetzen unseres Küken Giovanni leider keine Amatriciana, jedoch soll das Umrühren mit einer Krücke von Felix der Thunfischsoße noch einmal eine besondere Würze verliehen haben.
Doch nun zum Spiel: Im Vergleich zur Vorwoche gab es drei personelle Veränderungen in der Startelf. Volgger Jakob hat sich seiner Weisheitszähne entledigt (es wurde mehr Weisheit entfernt als Zähne) und ersetzte den nach Albanien geflüchteten Marco Jobstreibizer. Im Mittelfeld rückte Ceesay Ebrima anstelle von Leimgruber Damian in die Startelf. Gerüchten zufolge kam Ebra zu spät zum Treffpunkt, da der Dönermann seines Vertrauens etwas länger beim Zubereiten seines Mittagessens benötigte und er deshalb auch das Aufwärmen etwas ruhiger angehen musste, um nicht der gesamten Mannschaft seinen Mageninhalt zu offenbaren. In der Verteidigung musste Winkler Hannes sein einmonatiges Ausdauer-Höhentrainingslager in Österreich vorzeitig beenden und kam deshalb mit nur geschätzten 99% seiner Kräfte zum Derby um den eigentlich unersetzbaren Magier, Kampfmaschine und Traum einer jeden Schwiegermutter, Dr. Dipl.-Ing. Dr. Prof. Christoph „Hattla“ Schraffl zu vertreten.
Das Spiel startete relativ unspektakulär mit wenigen Torchancen, jedoch mehr Ballbesitz und Spielkontrolle von unserer Mannschaft. Unser Mittelfeld um Ebra und Bianchi Manuel konnte die Zweiten Bälle so gut wie immer unter Kontrolle bringen und kam auch aus den Zweikämpfen fast immer als Sieger hervor, unsere Verteidigung wurde vom Perchina Angriff nur selten gefordert und so blieb es eigentlich nur an unserem Sturm die Spielüberlegenheit in Tore umzuwandeln. So kam es auch schon nach einer Viertelstunde, als ein Schuss von Elton vom gegnerischen Torhüter nur vor die damenhaften Füße von Jaki abgeblockt werden konnte, und dieser mit aller Vorsicht um seine frisch von der Pediküre lackierten Nägel zu schonen ins Tor einschob.
Auch nach der Führung änderte sich an diesem Samstag nichts am Spiel, normalerweise ist unsere Mannschaft bekannt dafür, sich auf der Führung auszuruhen und den Gegner ins Spiel kommen zu lassen. Entweder lag es am Unvermögen der Gäste, Aktionen zu Ende zu spielen oder unsere Mannschaft war dieses Mal einfach diszipliniert genug, um die Kontrolle über das Spiel zu behalten. Nach einer weiteren Viertelstunde konnten wir auch gleich nachlegen, als Winkler Hannes bei einem Freistoß von der Mittellinie einen langen Ball (das einzige, das auch ohne vorhandene Ausdauer immer noch möglich war) auf Elton schickte, bei dem anscheinend der vor dem Spiel aufgetragene Sekundenkleber an den Schuhen noch frisch war und so den Ball im Vollsprint aus der Luft pflückte und souverän alleinstehend vor dem Torhüter zum 2:0 und gleichzeitig zum Pausenzwischenstand einschob.
Nach Wiederbeginn ging unser Angriffslauf sofort weiter, als nach bereits fünf Minuten nach einem Fehlpass im Aufbauspiel der Gegner Volgger Jaki zum Kontern startete, und mustergültig im Sechzehner auf das mitgelaufene Kampfschwein Joey querlegte, welcher vor dem Torhüter an den Ball kam und das 3:0 erzielen konnte. Damit war die Motivation der Gegner endgültig gebrochen und das Spiel flachte noch mehr ab. Den Schlusspunkt setzte der überragend spielende Ebra in der 77. Minute, als er sich an der Mittellinie den Ball vom Gegner schnappte und seinen Tag selbst krönen wollte. Unbeeindruckt von jedem Gegner lief er mit dem Ball schnurstracks auf das Tor zu und konnte nach dieser starken Einzelleistung auch nicht mehr gestoppt werden. Damit konnten wir das Spiel verdient und klar mit 4:0 gewinnen und gingen nach dem 3:2 Sieg in der Hinrunde zum zweiten Mal in dieser Saison als Derbysieger vom Platz.
Nach dem Spiel wurde das Ergebnis natürlich ausgiebig begossen, jedoch blieb uns nur bedingt Zeit dafür, da wir an diesem Samstag noch ein weiteres Highlight auf dem Programm hatten. Ein großer Teil unserer Mannschaft begab sich nach dem Spiel in die Intercable Arena in Bruneck, um unseren Mannschaftskameraden Großgasteiger Gregor beim Hockey-Finalspiel der Serie C zu unterstützen. Gregi und Co. konnten das Spiel gewinnen und somit den Meistertitel feiern. Herzliche Gratulation dafür auch von unserer Seite.
Nach Derbysieg und Meisterschaft hatten wir also doppelt Grund zum Feiern, und konnten den Ansprüchen daran auch gerecht werden. Bis zum Redaktionsschluss am Mittwochabend konnte der Aufenthaltsort der Stellvertreter beider Vereine nicht ganz geklärt werden. Gregi wurde zuletzt am Sonntag auf der Terrasse vom K1 in Reischach gesichtet, Atzi als Stellvertreter des ASV liegt vermutlich immer noch hinter dem Tresen im Puka Naka und sucht den Ausgang/nächsten Gin Tonic, je nachdem was er als erstes findet.
Am Osterwochenende hat uns die Liga gnädigerweiße ein spielfreies Wochenende eingeräumt, um die Feierlichkeiten um ein weiteres Wochenende verlängern zu können. Dafür wird es in der Woche danach größte Mühen unseres Trainerteams benötigen, um die Mannschaft rechtzeitig auf das nächste Spiel am 11. April auswärts in Olang vorzubereiten. Wir hoffen auch da wieder auf große Unterstützung unserer Fans, um die Erfolgsserie am Laufen halten zu können.











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