Derbysieg gegen Percha
- Aktualisiert: 16. September 2025
Nachdem am vergangenen Spieltag auswärts 3 Punkte eingefahren wurden, wollten wir diese Woche beim Derby in Percha nachlegen, unsere Fehler etwas minimieren und auch vom Nachbardorf die volle Punkteausbeute nach Dietenheim mitnehmen. Die Ausgangslage war erheblich schwieriger, als noch beim Spiel zuvor in Feldthurns: Percha, genau wie wir, ist mit zwei Siegen in zwei Spielen in die Saison gestartet und wollte vor heimischen Fans natürlich nachlegen, außerdem war der Rasenplatz in Percha immer schon eine Herausforderung für uns.
Im Vergleich zum vorherigen Spiel gab es bei uns zwei Änderungen in der Startelf: Auf der Außenverteidigerposition startete der ehemalige Percha-Spieler Peter „Rastafari“ Amplatz anstelle vom Neuzugang David Atzwanger, welcher anscheinend Gefallen daran findet, in seiner Freizeit lieber Geld auszugeben, um mit seiner Freundin in Österreich durch Schlamm kriechen zu dürfen, als für den ASV im Derby aufzulaufen. Dies war unserem Sportdirektor bei seiner Verpflichtung wahrscheinlich nicht bekannt und muss sicherlich nochmal geprüft werden. Im Mittelfeld war Christoph „Dr. Hattla“ Schraffl arbeitstechnisch verhindert, weshalb Fabian Oggiano zu seinem Startelf-Debüt für unsere Mannschaft kam.
Bevor wir zum Spiel kommen, eine Anmerkung vorneweg: In die Rolle des Hauptprotagonisten schlüpfte mit fortlaufender Dauer immer mehr der parteiische Unparteiische, wobei er im Verlauf des Spiels mehrfach die Partei wechselte und nicht genau wusste, welche Mannschaft er mit seinen unzähligen eklatanten Fehlentscheidungen bevorzugen sollte. Um nicht bei jeder Aktion erwähnen zu müssen, dass der Mann mit der Pfeife die Dinge anders sah, als so ziemlich jeder Spieler (häufig sogar von beiden Mannschaften zusammen) und Zuschauer an diesem Tag, können Sie einfach davon ausgehen, dass seine zum Teil auch folgenschweren Entscheidungen grundsätzlich falsch waren und jedes Mal für Diskussionen sorgten. Am Ende war seine Leistung fast schon wieder gerecht, da die Fehlentscheidungen beide Mannschaften gleichermaßen betrafen.
Doch nun zum Spiel: Wir versuchten von Anfang an, das Spiel zu gestalten und den Ball unter Kontrolle zu halten, was mal besser und mal schlechter funktionierte, während der Gegner immer wieder mit langen Bällen versuchte, ihre schnellen Flügelspieler in Szene zu setzen. Torchancen gab es von Beginn an mehr auf das gegnerische Tor als auf unseres, und so klingelte es bereits nach 13 Minuten zum ersten Mal: die Kugel landete im Strafraum vor den Füßen unseres Stürmers Jaki, welcher einfach draufhaute und den Torhüter aus nächster Nähe überwand. Jaki beendete somit seine Durststrecke, in den letzten Spielen konnte er immer wieder als Vorlagengeber glänzen, seine Nerven versagten jedoch immer, wenn er selbst vollstrecken hätte können.
Anschließend hatten wir auch noch Chancen, einen Treffer draufzulegen, es kam aber ganz anders: Nach einem schmeichelhaften Foulpfiff konnte der Gegner per direktem Freistoß aus 25 Metern wunderschön auf 1:1 stellen.
Nachdem der Gegner bereits früh im Spiel die Verteidigung umstellen musste, da der größte Spieler der Liga Maxi Gröber zum Erstaunen/Entsetzen aller schon seit längerer Zeit mit gerissenem Kreuzband spielt und nach einer ungünstigen Bewegung zum Aufgeben gezwungen war, herrschte noch etwas Verwirrung in der Hintermannschaft. Nach einem hohen Ball fühlte sich keiner zuständig, sodass unser Flügelflitzer Elton sich den Ball schnappen, gekonnt den Torwart umkurven und ins leere Tor einschieben konnte. Nur fünf Minuten später war es erneut Elton, der mit dem Ball am Fuß einmal quer durch den gesamten Strafraum dribbelte und am Ende mustergültig auf den Kopf vom völlig frei stehenden Jaki flankte, welcher nur noch am bereits geschlagenen Torwart vorbei einnicken musste. So ging es mit dem Spielstand von 3:1 zum Pausentee.
Nach dem Wiederbeginn waren Chancen auf beiden Seiten eher Mangelware. Percha versuchte natürlich immer mehr Druck auf unsere Verteidigung auszuüben, um nochmal zurück ins Spiel zu kommen. In der 64. Minute gelang es ihnen dann auch: Nach einem erneut extrem schmeichelhaften Foulpfiff und einem darauffolgenden Einwurf konnte unsere Verteidigung den Ball nicht klären und der gegnerische Stürmer konnte zum 2:3 Anschlusstreffer einschieben.
Die Spieler von Percha haben nun Blut geleckt, wollten unbedingt den Ausgleich erzielen. Richtig brenzlig wurde es aber nur noch einmal, als etwa 10 Minuten vor Schluss ein Gegner in unserem Strafraum in die Zange genommen wurde. Eigentlich ein klares Foul, alle haben schon mit dem Elfmeterpfiff gerechnet, doch dieser blieb zum Glück für uns aus.
Somit sind wir auch schon in der Nachspielzeit angekommen, Percha im Angriff, der ASV beim Verteidigen mit allem, was wir hatten, und mittendrin Großgasteiger Gregor. Sage und schreibe gerade einmal 120 Sekunden auf dem Feld, eigentlich eingewechselt, um unserer Hintermannschaft zu helfen und im Idealfall vielleicht für etwas Entlastung zu sorgen, entschied er kurzerhand einfach, dass er keine Lust mehr auf das Spiel hat und räumte völlig ohne Not einen gegnerischen Spieler direkt vor deren Auswechselbank in bester „Motorsega“-Manier ab. Es wirkte fast schon so, als wollte Gregi einige freie Termine beim Physiotherapeuten (also ihm selbst) besetzen. Hier geht es zur Terminanfrage. Der Aufschrei der Gegner war natürlich groß, beim Schiri bedarf es auch nicht großer Überzeugungsarbeit: glatt rot. Der Vereinsgründer Moritz „Hubba Bubba“ Huber und der Gewinnner der Auszeichnung „Motorsega des Monats“ im Monat August David „Leonidas von Sparta“ Atzwanger heißen auf alle Fälle hiermit das neueste Mitglied Gregor im „Motorsega“-Club herzlich willkommen und freuen sich schon auf die bei der Aufnahme fällige Kiste Bier beim nächsten Club-Treffen.
Die letzten Minuten in Unterzahl konnten wir dann auch noch überstehen und konnten somit den zweiten knappen Auswärtssieg in Folge eintüten.
Wir stehen nun nach drei Spielen mit neun Punkten zusammen mit Wiesen an der Tabellenspitze und wollen am kommenden Wochenende zuhause beim „Kirschta-Spiel“ gegen Olang die Serie fortsetzen, um anschließend zusammen mit unseren Fans beim Dietnoma Kirschta das eine oder andere Erfrischungsgetränk zu uns zu nehmen. Wir hoffen, wir sehen uns alle am Samstag um 15:30 Uhr im Waldstadion von Dietenheim.








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