ASV Dietenheim Aufhofen
Nicht verpassen:

Heimsieg am Kirschta-Wochenende

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Am vergangenen Samstag stand das erste Heimspiel der heurigen Saison auf dem Programm. Zu Gast war die Mannschaft aus Wengen. Auch wenn die eigentlichen Bauarbeiten im Dietenheimer Waldstadion schon seit Wochen abgeschlossen sind, konnte man auch diesmal nicht dort spielen, sondern musste das Heimspiel in Stegen austragen. Auf Grund einiger „Unebenheiten“ im Platz und Untergrund fehlt immer noch die notwendige Betriebsgenehmigung um Amateurliga-Spiele dort austragen zu können. Einzig dem italienischen Skiverband FISI gefällt das Ganze. Er schickte das Wochenende über wieder einige Athleten nach Dietenheim zum Trockentraining fürs Buckelpiste-fahren. Die Sportler fanden dort optimale Bedingungen vor, haben bereits für weitere Trainingseinheiten in den nächsten Wochen angesucht.

Nach dem Torspektakel und der skandalösen Pipi-Affäre im letzten Meisterschaftsspiel gegen Gitschberg-Jochtal war das Interesse der Zuschauer hoch. Vor allem nach dem Sportnews Artikel, mit welchem der ASV Dietenheim/Aufhofen, und vor allem der Anonyme Pinkler, internationales Interesse erweckten. Voller Neugier trieb es viele einfach nur nach Stegen, da sie wissen wollten ob sich eine derartige Szene wiederholen würde. Diesmal jedoch befanden sich die Reservebänke auf der Seite der Zuschauer, ein kurzes „Wasser Marsch“ neben der Reservebank war deshalb so nicht ohne weiteres möglich.

Nicht nur neugierige Zuschauer fanden auf der Tribüne in Stegen Platz, auch einige Spieler aus unser Lazarett-Abteilung und die Dietnoma Kirschtamando waren dort reichlich vertreten. Auch wenn einige von ihnen irgendwann nicht nur mehr 22, sondern 44 Spieler und zwei Schiedsrichter sahen.

Auch unser eigentlicher „Massaggiatore“ Mair David mischte sich unter die Zuschauer. Die Funktion des Masseurs nahm an diesem Wochenende Kapitän Winkler Michael ein. Nach einem Zusammenprall im Pokalspiel gegen Hochpustertal und einer daraus folgenden Gehirnerschütterung konnte er als Spieler nicht auflaufen. Doch auch neben den Platz als „Massaggiatore“ bewies er was in ihm steckt. Über volle 90 Minuten wurde Reserve-Torhüter Joni Steinmair einer Kopfmassage- Deluxe mit Aroma-Massageöl (auch Stegina Leitungswasser genannt) unterzogen. So entspannt also wie am Samstag ging es auf der Reservebank vorher selten zu.

Als Belohnung für einen Elfmeter-Hattrick innerhalb von 11 Minuten durfte Abwehrchef Winkler Hannes als Kapitän die Mannschaft anführen. Als Statement vor der Presse nach dem Spiel meinte er diesbezüglich nur:“Oschtja, wenn i öfta Kapitän bin mogi uhnhebm Pumpm zi gion, de Binde isch mir viel zi Gruaß“. Doch auch trotz zu großer Binde (oder zu dünnen Armen)  machte er seinen Job wie immer hervorragend. Zusammen mit unserem „Cacciatore“ Harrasser Peter und dem weltbekannten Comedian Otto Waalkes bildete er die Dreier-Abwehrkette.

Linkes Bild: Dietenheims Abwehrspieler Clara Julian. Rechtes Bild: Comedian Otto Waalkes

Linkes Bild: Dietenheims Abwehrspieler Clara Julian.
Rechtes Bild: Comedian Otto Waalkes

Die Gadertaler konnten ihre ersten beiden Spiele jeweils gewinnen, hatten sechs von sechs Zählern auf ihrem Konto und kamen dementsprechend mit breiter Brust aus der Kabine raus. Manche von ihnen kamen kaum durch die Türen durch. Stegens Funktionär Bacher Helmut bangte schon um die Türrahmen seiner Kabinen, so selbstbewusst traten sie ans Spiel heran.
Doch die Angst war, wie sich bald herausstellte, nicht wirklich berechtigt. Bereits nach wenigen Minuten war vom Selbstbewusstsein der Gegner nicht mehr viel übrig. Unsere Mannschaft machte von der ersten Minute an das Spiel, ließ Ball und Gegner laufen. War spielbestimmend, hatte mehr Zug zum Tor und war einfach die bessere Mannschaft auf dem Platz. Der Gegner wirke müde, kam immer einen Schritt zu spät und war körperlich nicht auf unserer Augenhöhe an diesem Samstag. Zwar wusste man, dass in Dietenheim Kirschta war, trotzdem schien es wie wenn die Gegner unter ihrer Spielgarnitur bereits Lederhosen anhatten und deshalb so träge agierten (Ob Wengens Spieler zum Kirschta nach Abtei fuhren ist leider nicht bekannt).

Großen Anteil an unserer Dominanz hatte Mittelfeld-Motor Hattla. Neulich auch unter den Namen Dr. Torero Schraffl Christoph bekannt. Coach Gennaro warnte vor dem Spiel noch von Wengens Kapitän, ihrem Spielmacher, dieser müsse auf alle Fälle „gezähmt“ werden. Torero Hatla meisterte seine Aufgabe mit Bravour! Gezähmt wie ein Stier, war vom gegnerischen Spielmacher das ganze Spiel über nicht viel zu sehen! Auch wenn ihm das Ganze ohne rotem Tuch gelang, wurde Hatla trotzdem nach dem Spiel sofort mit den Flieger nach Madrid zum Stier-Zähmungskurs geschickt! Nach den ganzen Doktor-Kursen eine tolle Abwechslung!

Torero Hatla in Aktion!

Torero Hatla in Aktion!

Auch wenn man die ganze Zeit über Spielbestimmend war, mussten zwei Standartsituationen für die Tore herhalten. Nach einem Eckball waren es unsere beiden „Abwehr-Stangen“ welche den Unterschied machten. Der kam der Ball über Umwege von Harrasser Peter zu Winkler Hannes, welcher aus kurzer Distanz nur mehr einnicken musste.  Den zweiten Treffer in diesem Spiel konnte Neuzugang Mair Tommy per Freistoß erzielen. Präzise wie ein amerikanischer Scharfschütze zirkelte er den Ball aus 25 Metern ins Lange Kreuzeck!

Winkler Hannes beim Führungstreffer

Winkler Hannes beim Führungstreffer

Auch sonst hätte man an diesem Tag noch das ein oder andere Tor mehr erzielen können. Unsere Chancenauswertung ließ jedoch wie immer zu wünschen übrig, sie war katastrophal um ehrlich zu sein. Mit den herausgespielten Chancen ging man extrem fahrlässig um, und auch spielerisch lief es irgendwann nicht mehr so ganz Rund. Teilweise hatte man das Gefühl dass man Mitleid mit dem Gegner verspürte, sich fußballerisch an ihr Niveau anpasste und nur mehr das allernötigste tat. Nur der eingewechselte Domme Lekaj zeigte sich an diesem Samstag von seiner besten Seite, spielte einen „Iniesta-Pass“ nach dem anderen und wollte dem Gegner noch das ein oder andere Tor einschenken… doch die Sache mit seinen Abschlüssen und Fernschüssen muss nochmals beim Training besprochen werden (Der Ball landete auf dem Dietnoma Kirschta).
Ein Mann auf dem Feld vollbrachte nicht nur in Halbzeit eins, sondern das ganze Spiel über eine Meisterleistung: Der Schiedsrichter. Vermutlich meistens in höheren Ligen unterwegs, blieb ständig ruhig, pfiff korrekt und hatte stets alles im Blick. Sogar das Fehlen der Schienbeinschoner bei unserem Stürmer und bei einem unserer Reservespieler wurde bemerkt und mit einer gelben Karte geahndet. Tripodi Christian meinte nach dem Spiel zusammenfassend: „Multa, weil koan Schienboan ungilegt hot“. 😊

Nicht nur der Schiedsrichter erbrachte eine Super Leitung an diesem Samstag. Erneut lieferte Flügelflitzer Piffrader Gabse auf der linken Seite eine Mega-Vorstellung ab. Egal ob beim Zweikampf im eigenen Strafraum oder als Flankengeber auf der Seite, Gabse war überall dort wo er gebraucht wurde zur Stelle und spielte eine hervorragende Partie. Spätentens dann, als er wie einst der berühmte Arjen Robben auf der rechten Angriffsseite anzutreffen war und versuchte nach Innen zu ziehen war den Zuschauern klar: Heutiger Man of the Match – Eindeutig Piffrader Gabse.

Trotz „Man of the Match” Auszeichnung wurde nicht alles von ihm so umgesetzt wie es Trainer Gennaro wünschte. Vor allem bei den „Hereingaben“ bei Eckbällen sieht Gennaro (und alle Anderen auch) noch Verbesserungspotenzial. Auch wenn diesmal in Stegen, und nicht wie letzte Woche in Vals, gespielt wurde, landete der Ball bei seinem Eckball wieder im Dorfzentrum vom Mühlbach. Für den kommenden Freitag ordnete Gennaro als Straftraining eine Stunde „Eckbälle schießen“ für Gabse an.

Zudem gab es während dem Spiel mehrere Schreckmomente. Zweimal blieb ein gegnerischer Spieler verletzt am Boden liegen. Einmal ein Abwehrspieler nach einem Laufduell mit Sturmtank Di Pastena Alex (Gegenspieler war geschockt von seiner Schnelligkeit), einmal der Torwart nach einem Zusammenstoß mit einem Mitspieler bei einem Freistoß. Beide Spieler konnten trotz mehrminütiger Behandlung nicht weitermachen, mussten ausgetauscht werden.
Weiterer Schreckmoment während dem Spiel in der zweiten Halbzeit: Unserem verletzten Stürmer Isi ging plötzlich der Treibstoff (das Bier) auf der Tribüne aus. Co-Trainer Marco, welcher unter der Woche den Defibrillator Kurs erfolgreich abschließen konnte, hatte den Notfall-Koffer schon um die Schulter geschnallt und war bereit einzugreifen, da kam in letzter Sekunde die Rettung aus der Bar: Ein eiskaltes Forst 1857!

Am Ende feierte man einen nie gefährdeten 2:0 Heimsieg über Wengen. Der Sieg und die drei Punkte sind verdient, auch wenn sich unsere Mannschaft nicht immer von der besten Seite zeigte. Hinten wurde es über 90 Minuten hinweg nie wirklich gefährlich, und unser Goalie Manu Messner konnte das erste Mal in der heurigen Saison zu Null spielen. Ob das wohl an seiner neuen windschnittigeren Frisur liegt??

Auch wenn es diesmal keine Pipi-Affäre gab kamen die Zuschauer trotzdem auf ihre Kosten.
Das Geld für den Eintritt (Null Euro) und die Fahrt nach Stegen hat sich allemal gelohnt. Auch wenn Zuschauer (und Spieler) wieder mal gerne ein Heimspiel im Dietenheimer Waldstadion hätten. Am 30. April fand das letzte Heimspiel dort statt, so eine Lange Zeit ohne Heimspiel hinterlässt natürlich auch Spuren!
Neben einer dicken Schicht Staub in der Küche sah man neulich noch was viel „schlimmeres“. Eine Kiste alkoholfreies Bier im Kühlschrank! Der Bar-Verantwortliche im Ausschuss wollte sich diesbezüglich bisher noch nicht äußern.

Da wir schon beim Bier sind: Nach dem Spiel ging es, für die meisten in Lederhose, zur Bier-Verkostung auf dem Dietnoma Kirschta. Die Spiel-Nachbesprechung dauerte diesmal nicht zwei Tage an, war aber umso intensiver. Musikalisch umrahmt wurde das Ganze mit einer Spotify Playlist welche mindestens 50 mal in Folge abgespielt wurde.

Die Playlist vom Samstag!

Die Playlist vom Samstag, ganze 4 verschiedene Songs enthielt sie!

Während am Sonntag die meisten mit Kopfschmerzen oder Ohrwürmern der Kirschta Playlist zu kämpfen hatten, verspürte unser „Cacciatore“ Harrasser Peter Schmerzen im rechten Fuß. Bei einer Untersuchung im Krankenhaus Bruneck wurde eine Sprungbeinfaktur diagnostiziert.  In den letzten Minuten des Spiels kam Harri beim Schussversuch ein klein wenig zu spät, bekam die Stollen des Gegners in den Fuß und brach sich wohl dort das Sprungbein. Auch wenn auf dem Kirschta von seiner Verletzung nichts zu sehen war bedeutet dies das aus der Hinrunde für ihn.
Wir wünschen hiermit nochmals eine gute und schnelle Genesung!

Abwehrspieler Harrasser Peter

Abwehrspieler Harrasser Peter

Weiter sind wir also vom Verletzungspech verfolgt. Ein weiterer Spieler also welcher sich unserem Lazarett anschließt. Präsident Michael Kaneider wird wohl nichts anderes übrig bleiben als bei Stadt und Land um Beiträge für einen Krankentransport-Bus anzusuchen. Nur so können in Zukunft alle unsere Verletzten Spieler transportiert werden.

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