ASV Dietenheim Aufhofen

2:1 Niederlage in Olang

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Nach dem sehr intensiven Kirschta-Wochenende waren die Auswirkungen in der Mannschaft noch einige Tage später sichtbar. Das berühmt-berüchtigte Kirschta-Fieber dezimierte unsere Reihen beim Training deutlich, doch ungeachtet dessen wollten wir uns bestens auf die schwierige Aufgabe auswärts bei den bis dato ungeschlagenen Olangern vorbereiten.
Coach Chris musste vor dem Spiel personaltechnisch wieder einige Anpassungen im Vergleich zum Pfalzen-Spiel vornehmen, einige davon nicht ganz freiwillig.
In der Verteidigung musste Motorsega Hubi wieder auf seine alte Position Rechtsaußen rücken und den verletzten Jobstreibizer Marco ersetzen, während Univ. Prof. Dr. med. Schraffl „Hattla“ Christoph neben Winkler Hannes die Innenverteidigung komplettierte.
Auch Amplatz Peter rückte nach einer Verletzung wieder auf die linke Außenbahn und ersetzte dort Atzwanger David.

Motorsega Hubbi und Winkler Hannes

Motorsega Hubbi und Winkler Hannes

Auf der Doppel-Sechs kam für den eigentlich top-fitten und absolut nicht verletzten Reden Philipp der ausnahmsweise anwesende Fabian Oggiano in die Startelf. Fabian wollte eigentlich nur zu seinem Stamm-Tennisplatz gehen, welcher sich 10 Meter neben den Fußball-Umkleidekabinen befindet, er wurde aber von einigen aufmerksamen Spieler erspäht und konnte, vielleicht auch nicht ganz freiwillig, in die Kabine gezerrt werden und musste den Tennisschläger widerwillig gegen die Fußballschuhe tauschen.

Oggiano Fabian

Oggiano Fabian

Hinter dem Angriff konnte man am Samstag schon wieder Lechner Isaak lesen, und das, obwohl er nach dem Kirschta-Spiel unmissverständlich klargemacht hatte, dass sein Auftreten eine einmalige Sache gewesen sei. Anscheinend hat es ihm doch besser gefallen, als er selbst zugeben wollte, und erklärte sich deshalb bereit, erneut für den ASV aufzulaufen und seinen extrem fragilen Körper zu riskieren. Im Sturm musste Gartner „Flutsch“ Florian ersetzt werden, welcher dem Kirschta-Fieber zum Opfer gefallen ist. Gerüchten zufolge war er der auslösende „Patient 0″ und brühte zusammen mit einigen Kirschta-Männern in deren Übernachtungsbunker einen Virus aus, auf den selbst die Experten in Wuhan stolz gewesen wären. Glücklicherweise arbeitet Flutsch als Hydrauliker, dementsprechend ist er bei der Arbeit nie weit von der nächsten Sanitäreinrichtung entfernt (auch wenn diese noch nicht immer funktionieren). Ihn ersetzte der Wahl-Grieche Iakovos Volggeropoulos, welcher letztes Spiel und somit auch den Kirschta verpasst hat, da er lieber am Strand liegend literweise Ouzo getrunken und sich einen Wohlstandsbauch voller Gyros angefressen hat.

Volgger Jakob

Volgger Jakob

Doch nun endlich zum Spiel:
Wir sind recht gut ins Spiel gestartet, nach ein paar Minuten hatten wir auch schon die erste Torchance, als Oggiano Fabian ein paar Meter vor dem Sechzehn-Meterraum zum Schuss ansetzte, der gegnerische Torwart konnte diesen aber noch zum Eckball ablenken.
Ansonsten waren Chancen unsererseits eher Mangelware, die Gegner hingegen kamen immer wieder gefährlich zum Abschluss, wobei meistens die nötige Präzision fehlte.
Die Hausherren kamen aber immer besser ins Spiel, hatten generell mehr Kontrolle und fanden immer wieder Lösungen, sich durch unsere Hintermannschaft zu kombinieren. Doch wie die uralte Fußball-Weisheit besagt, wer die Chancen nicht nutzt, bekommt selbst ein Tor, kam es dann auch so: Fabian spielte in der 32. Minute einen schönen Pass in die Tiefe auf den Flügel zu Messner Dani, welcher eine gefährliche Flanke zur Mitte brachte. Dort wurde Jaki von sämtlichen Verteidigern sträflich allein gelassen und köpfte aus kürzester Distanz zum 0:1 für uns ein. Die Führung konnten wir anschließend bis zur Halbzeit verteidigen und nicht mehr viel zulassen.

Lechner Isi

Lechner Isi

In der Halbzeit musste der angeschlagene Domme Dejaco aus dem Spiel genommen werden, für ihn kam Tripodi Christian zum Einsatz. Es dauerte jedoch keine 2 Minuten in der zweiten Halbzeit, und schon war der Ausgleich wiederhergestellt. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld war die Zuordnung in unserer Verteidigung noch nicht ganz eingestellt, Hattla verlängerte den Ball in der Mitte unglücklich und am langen Pfosten konnte der gegnerische Stürmer zum 1:1 einschieben.

Anschließend war es ein offenes Spiel, wobei die Gegner gefühlt näher am Führungstreffer waren, als wir. Nichtsdestotrotz kamen auch wir zu unseren Chancen, so zum Beispiel in der 65. Minute: Nachdem wenige Minuten vorher die Gegner Aluminium getroffen hatten, wackelte der Torrahmen dieses Mal auf ihrer Seite. Hattla stieg bei einem Eckball am höchsten und kam freistehend zum Kopfball, konnte den Ball aber nicht genug nach unten drücken und traf nur die Querstange, auch der Nachschuss im anschließenden Durcheinander ging über das Tor.

Dr. Schraffl Christoph

Dr. Schraffl Christoph

Eine Viertelstunde vor Schluss waren die Gäste dann erfolgreich: Einer ihrer Spieler konnte sich glücklich durch 2-3 unserer Spieler bis zur Grundlinie „durchwurstln“ und legte auf den völlig frei stehenden Stürmer quer. Den ersten Abschluss aus 6-7 Metern konnte unser Torwart Manu noch überragend mit den Füßen klären, der Ball landete aber wieder genau vor den Füßen des Gegners, und beim zweiten Versuch lies er sich nicht mehr nehmen, den Ball ins freie Tor einzuschießen. Mit der 2:1-Führung der Hausherren ging es in die Schlussphase.
Nach einigen personellen und formationstechnischen Umstellungen unsererseits versuchten wir alles, um wenigstens einen Punkt mit nach Hause nehmen zu können. Wir waren in dieser Phase auch leicht überlegen, konnten uns oft in der gegnerischen Hälfte festsetzen, kamen aber leider nur selten zu wirklich guten Torchancen.

Natürlich versuchte Olang mit allen Mitteln den Sieg über die Zeit zu bringen, jeder Trick zum Zeitspielen wurde gekonnt umgesetzt, und so verstrich Minute um Minute zu Gunsten der Hausherren. Allen voran war es an diesem Samstag aber der Trainer der Olanger, der die meiste Arbeit verrichtete. Von den 90 gespielten Minuten verbrachte er in etwa die Hälfte damit, den Schiedsrichter wegen jeglicher Kleinigkeit zu bearbeiten, die andere Hälfte verbrachte er in Diskussion mit UNSEREN Spielern, egal ob auf dem Feld oder auf der Ersatzbank, ihm war jeder Diskussionspartner recht und scheute auch nicht davor, nicht ganz so freundliche Worte an unsere Mannschaft zu richten. Anscheinend ist das aber ein bewährtes Erfolgsrezept, denn auch an diesem Samstag konnte so die Zeit runtergespielt und der Sieg aus Olanger Sicht eingefahren werden.

Messner Manuel

Messner Manuel

Alles in allem muss man aber sagen, dass der Sieg nicht ganz unverdient war, die Hausherren hatten über das gesamte Spiel betrachtet mehr Chancen, gewannen mehr Zweikämpfe, und waren insgesamt einfach aggressiver als wir. Von der dritten Halbzeit gibt es dieses Mal nicht viel zu berichten, nach letzter Woche war anscheinend bei den sonstigen Führungsspielern dieser Phase die Luft drausen, dafür zeigte Sektionsleiter Moro Simon dieses Mal seine überragenden Qualitäten, für die er früher allseits bekannt war. Man munkelte, dass dieses Aufleben der alten Feierfähigkeiten mit der Abwesenheit seiner Lebensgefährtin Manu zusammenhängen könnte, wir konnten das leider nicht verifizieren, es wird sich aber sicherlich die nächsten Wochen zeigen, ob es nur ein einmaliges Ausbrechen oder gar ein länger andauernder zweiter Frühling sein könnte. Wir werden euch über die Entwicklungen in dieser Angelegenheit auf dem Laufenden halten.
Zeit zum Erholen gibt es auf jeden Fall keine, denn bereits am kommenden Samstag gastiert mit den Jergina Amateuren eine weitere ungeschlagene Spitzenmannschaft in unserem Waldstadion.

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