Niederlage in Mühlwald
- Aktualisiert: 16. September 2026
Nach dem gelungenen Saisonstart und der vollen Punkteausbeute aus den ersten beiden Spielen wollte unsere Mannschaft im ersten richtigen Härtetest beim schwierigen Auswärtsspiel in Mühlwald den Lauf fortsetzen und etwas Zählbares mit nach Hause nehmen.
Im Vergleich zum Spiel in Innichen gab es zwei Wechsel in der Startformation: Für den dauerhaft angeschlagenen Reden Philipp, der entgegen der Anweisungen des Trainers anscheinend doch verletzt war, rückte die menschgewordene Cola-Roat Leimgruber Damian in die Startelf. Auch unser derzeitiger Kapitän Bianchi Manuel war aus „Arbeitsgründen“ verhindert, glücklicherweise kam Dejaco Domme am Abend zuvor vom Kamelreiten auf Mallorca rechtzeitig zurück und konnte seine Position auf dem linken Flügel wieder besetzen.

Das Spiel startete ohne großes Abtasten, bereits nach wenigen Minuten kam Winkler Hannes bei einem Eckball von Messner Dani völlig frei zum Kopfball, seine Zielgenauigkeit war anscheinend aber noch vom Vorabend an der Bar vom Rauchenbichler hängengeblieben und so ging der Ball klar über das Tor. Wenige Minuten später machten es die Hausherren besser: Ebenfalls bei einem Eckball kam ihr Stürmer, welcher eigentlich für seine Geschwindigkeit und nicht für die Kopfballgefährlichkeit bekannt ist (dazu später mehr), am langen Pfosten relativ unbedrängt zum Kopfball und konnte den Ball aus nächster Nähe gekonnt an unserem Torwart Manu vorbei drücken.
Nach knapp einer Viertelstunde lagen wir also mit 1:0 zurück und mussten zum ersten Mal in dieser Saison einem Rückstand nachlaufen, bzw. versuchen, diesen aufzuholen. Unsere Reaktion war aber gut, in den darauffolgenden Minuten waren wir klar die überlegenere Mannschaft mit mehr Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte, nur beim letzten Pass hatten wir immer wieder Schwierigkeiten, sodass wir auch nicht zu vielen zwingenden Torchancen gekommen sind.
Das Spiel war allgemein stark geprägt von den kleinlichen Foulpfiffen des Schiedsrichters auf beiden Seiten, daher kam es immer wieder zu Standardsituationen. Der Ausgleich kam dann in der 25. Minute, wenig überraschend war es schon wieder ein Eckball. Erneut war es Messner Dani, der den Ball gefährlich in die Mitte beförderte, dort kam es zu einem Getümmel, bei dem zwei Spieler zusammenliefen, auch der Torwart war daran beteiligt und segelte in der Folge am Ball vorbei, sodass dahinter erneut die Schranke Winkler Hannes den Ball auf den Kopf bekam. Dieses Mal musste er zum Glück gar nicht mehr zielen, da der Torwart schon vorher geschlagen und das Tor somit leer war und der Ball nur noch eingenickt werden musste.
Chancentechnisch passierte in der ersten Halbzeit anschließend nicht mehr viel, mit dem verdienten und für beide Mannschaften gerechten 1:1 ging es zum Pausentee. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass sich unser Außenverteidiger Amplatz Peter in der Entstehung des Eckballs zum 1:0 der Hausherren bei einem langen Schritt eine kleine Zerrung geholt hat, die ihn am weiterspielen hinderte. Er wird jetzt einer 5-tägigen Intensiv-Kur mit CBD-Ölen und CBD-Cremen unterzogen, um ihn auf das nächste Spiel wieder rechtzeitig fit zu bekommen.
Ihn ersetzte Atzwanger David, welcher eigentlich die Hoffnung hatte, während des Spiels in den Wäldern rund um den Sportplatz ein paar Pilze zu finden. So musste er die Suche abrupt beenden und als Frust darauf versuchte er quasi mit dem ersten Ballkontakt einen Gegenspieler direkt vor unserer Trainerbank zu demütigen. Doch so erfolglos wie die Pilzsuche blieb auch der Tunnelversuch, und um schlimmeres zu verhindern, musste er sogar den Gegenspieler foulen und die gelbe Karte in Kauf nehmen. Kein guter Start ins Spiel also, Atzi konnte sich aber schnell wieder fangen und zeigte von da an eine solide Leistung.
Nach der Pause merkte man allen die angespannte Situation an, es war ein ausgeglichenes Spiel bei dem man das Gefühl hatte, dass das nächste Tor vielleicht schon die Entscheidung sein könnte. Beide Mannschaften ließen in der Defensive kaum etwas zu, die Zweikämpfe im Mittelfeld gingen aber öfter zu unseren Gunsten aus. Nach etwa 20 Minuten kamen wir auch zu unserer besten Chance in der zweiten Hälfte: Domme flankte nach einem Foul den Ball aus dem Halbfeld gefährlich vor das Tor der Gegner, unser Stürmer/Kampfschwein Florian „Flutschi“ Gartner kam vor dem herausstürmenden Torwart zum Kopfball, konnte den Ball im leerstehenden Tor jedoch nicht unterbringen und köpfte knapp vorbei. Etwa eine Viertelstunde vor Schluss dann die spielentscheidende Szene: Ein langer Einwurf der Hausherren wurde in der Mitte verlängert und landete irgendwie bei einem gegnerischen Stürmer, welcher nicht einmal richtig schießen musste, sondern nur den Fuß hinhalten musste, damit der Ball knapp am Pfosten vorbei ins Tor kullerte. Total perplex von diesem Gegentreffer war unsere Defensive nicht mehr anwesend, sodass wir direkt beim Anstoß wieder den Ball verloren, die Gegner einen langen Ball nach vorne schickten und der entwischte Stürmer zum 3:1 einschieben konnte. Doppelschlag innerhalb weniger Sekunden, die Freude bei Mühlwald natürlich groß, bei uns machte sich Ratlosigkeit und Nervosität breit, welche fast schon mit Resignation verwechselt werden konnte.

In den letzten Minuten war es kein schönes Spiel mehr, wir waren nicht wirklich in der Lage, den Gegner nochmals zu gefährden, und Mühlwald nutzte die zuvor erwähnte Schnelligkeit ihres Stürmers in der Schlussphase eiskalt aus. Defensiv ungeordnet wurden wir sehr anfällig für lange Bälle. Mühlwald musste aber auch keinen großen Aufwand betreiben, es reichte vollkommen aus, den Ball irgendwie nach vorne zu dreschen und ihr Stürmer war nicht mehr zu halten. So kam es wie es kommen musste: Bei einem dieser langen Bälle tauchte fünf Minuten vor Schluss der Stürmer alleine vor Manu auf, den ersten Versuch konnte dieser noch parieren, unsere Rückwärtsbewegung funktionierte aber auch nicht mehr, so landete der Abpraller wieder beim Stürmer und dieses mal ließ er Manu keine Chance mehr. Danach passierte nicht mehr viel und der Schiri pfiff das Spiel mit 4:1 für Mühlwald ab.
Alles in allem muss man sagen, dass das Ergebnis nicht das gesamte Spiel widerspiegelte, über lange Strecken war es sehr ausgeglichen und hätte auch in eine andere Richtung ausschlagen können. Zwei Minuten der Unachtsamkeit waren das Zünglein an der Waage, man kann aber auch durchaus Positives aus dem Spiel mitnehmen. Vor allem unsere Reaktion nach dem ersten Gegentreffer und der Start in die zweite Hälfte ließen erahnen, dass wir auch mit einer der stärksten Mannschaften der Meisterschaft mithalten konnten, jedoch belohnten wir uns dieses mal nicht für die phasenweise gute Leistung und den gezeigten Kampfgeist. Jetzt heißt es Mund abwischen und weiter geht’s, am Samstag gibt es beim Kirschta-Heimspiel das Duell mit der neu-formierten Mannschaft aus Pfalzen. Dort wollen wir mit der Unterstützung unserer Fans und der Kirschta-Luft in der Nase wieder auf die Siegerstraße zurückkehren, um anschließend unter der Leitung des momentan verletzten Joey im Kirschta-Zelt wie auch im Vorjahr wieder zu Höchstleistungen auflaufen zu können.







Sie müssen sich einloggen um zu kommentieren Login