ASV Dietenheim Aufhofen

Pokal-Aus in der ersten Runde

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Alles neu beim ASV Dietenheim/Aufhofen. Nach dem bitteren Abstieg in die dritte Amateurliga wollte „Direttore Sportivo“ Moro Simon im Sommer keine halben Sachen machen. Statt auf Einzelhandel setzte er auf Großbestellung: Gleich sieben Neuzugänge holte er ins Dorf – Vereinsrekord! Und wie es sich gehört, wurden vier davon sofort ins kalte Pokalwasser geworfen. Gegner war die neu geformte Spielgemeinschaft 3 Zinnen (Zusammenschluss aus Sexten, Hochpustertal und Niederdorf).

Der Flügel-Zauberer: Auf der linken Außenbahn tänzelte Giovanni Ribul, als hätte er eine Dauerkarte für den Zirkus – Übersteiger schon beim Einlaufen inklusive. Kein Wunder, dass er in der Kabine als „CR7 von Dietenheim“ gehandelt wird, zumindest wenn man ihn selbst fragt.

Das Mittelfeld-Duo: Im Zentrum wirbelten Fabian Oggiano und Damian Leimgruber. Damian rannte so viel, dass sein GPS-Tracker vermutlich Rauchzeichen gab, während Fabian das Spiel mit stoischer Ruhe lenkte und seine diagonalen Pässe wie ein Meisterwerk auf dem Feld verteilte.

Hinten rechts: Atzwanger David, berühmt-berüchtigt für seine gelb-rote Karte beim Brunecker Stadtturnier – in der jahrzehntelangen Datenaufzeichnung der Redaktion wurde kein weiterer Platzverweis beim Stadtturnier gefunden.

Auch auf der Trainerbank ein Novum. Headcoach Christian Oberparleiter, Brunecker Nachtleben-Legende und nun Chef an der Seitenlinie. Zumindest war das der Plan. Aufgrund akuter Innenverteidiger-Not musste er die Fußballschuhe nochmal aus dem Keller holen und sich neben „Motorsega“ Moritz Huber (der Spitzname erklärt sich von selbst) höchstpersönlich in die Startelf stellen. Auf der Bank blieb nur Taktikfuchs Felix Bacher, der sich plötzlich als alleiniger Kommandant des Coaching-Bereichs wiederfand. Kein Zucken, kein Stress – nur scharfer Blick und präzise Kommandos. Sein Puls soll dabei so niedrig gewesen sein, dass selbst die älteren Zuschauer auf der Tribüne nervöser wirkten. Manche schwören, er habe nebenbei schon die Taktik für die nächsten zehn Saisonen skizziert.

Zwischen den Pfosten stand Jonny Steiner. Bei normalen Spielen zeigte er solide Leistungen, doch sobald Pokalabend und Flutlicht riefen, verwandelte er sich in eine Art „Torwart-Superheld“. Die Kapitänsbinde übernahm Manuel Bianchi, da Michi arbeitsbedingt fehlte.

Steinmair Jonas

Steinmair Jonas

Zum Spiel:
Das Spiel begann flott, und nach rund 15 Minuten wirkten unsere Abwehrspieler ein wenig ratlos, wer denn nun den Gegner decken sollte – Ergebnis: keiner. Prompt klingelte es im Tor, 0:1.

Doch wir ließen uns nicht lange schocken. Ein Abpraller landete direkt vor den Füßen von CR7 Ribul, der staubtrocken zum 1:1 Ausglich einschob.

Die Freude währte allerdings nur kurz. Ein feiner Weitschuss der Gäste stellte uns erneut auf die Verliererstraße: 1:2. Kurz darauf schickte Spielertrainer Christian den gegnerischen Stürmer in alter Abseitsfallen-Manier ins Nirgendwo – oder zumindest dachte er das. Der Schiedsrichter sah das anders, oder sah einfach gar nichts und der gegnerische Angreifer erzielte das 3:1.

Doch der ASV wäre nicht der ASV, wenn er aufgab: Freistoß Bianchi, kurz vor der Pause. Schön getreten, kurz vor dem Keeper aufgesprungen, Tor! 2:3. Halbzeit. Unterhaltungswert: Champions-League-Niveau.

Nach dem Pausentee merkte man schnell, dass bei einigen Spielern die Kondition noch nicht wieder auf Topniveau war – schließlich ist es ja erst Saisonbeginn. Chancen wurden nun seltener, doch dann bot sich eine richtig gute Gelegenheit: Eine flache Hereingabe von rechts landete punktgenau vor den Füßen des völlig alleingelassenen Bianchi. Doch als er zum Schuss ansetzte, passierte das Unerklärliche – ein regelrechter „Glitch in der Matrix“ ließ ihn den Ball komplett verfehlen.

Bianchi Manuel

Bianchi Manuel

Am Ende stand es 2:3. Pokal-Aus – aber mit erhobenem Haupt, denn gegen einen höherklassigen Gegner hatte man sich wacker geschlagen.

Trotz einer stark dezimierten Truppe zeigte das Team eine starke Leistung gegen einen höherklassigen Gegner. Die Liga kann kommen! Nächster Halt: Waldstadion Dietenheim am 30.08. gegen Mühlwald. Wer die legendären Duelle der Vergangenheit kennt, der weiß: Da ist wieder Action garantiert!

 

 

 

 

 

 

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