ASV Dietenheim Aufhofen

Sieg im Topspiel um die Tabellenführung

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Letzten Samstag hieß es: Auf nach Wiesen – nicht auf die Wiesn! Auf zum Topspiel gegen den Tabellenführer! Ausnahme Sturmtank Großgasteiger Gregi – er bevorzugte die traditionelle Wiesn in München.
Beide Mannschaften starteten perfekt in die neue Saison und konnten die ersten vier Spiele allesamt gewinnen. Perfekte Punkteausbeute also.
Die Ausgangslage war klar, das Ziel auch: kein Vollsuff wie auf dem Oktoberfest, sondern drei Punkte im Auswärtsspiel. Das Bier sollte es erst nach Schlusspfiff geben.

Wer denkt, die Abwesenheit von Gregi Großgasteiger wegen Oktoberfest sei schon die Königsklasse der Ausreden, der irrt gewaltig. Denn auch Fabian Oggiano konnte – oder wollte – beim Topspiel nicht dabei sein. Sein Grund? Ein Padel-Turnier. Ja, richtig gelesen.
Damit katapultiert er sich in der Rangliste der „dümmsten Ausreden aller Zeiten“ weit nach oben!
Anstelle von Fabi war dieses Mal hoher Besuch dabei: Olympiakomitee-Chef Reden Philipp. Er ließ es sich nicht nehmen, seinen legendären Corsa wieder einmal nach Südtirol auszuführen.

Der ASV Wiesen bis dato mit der besten Defensive der Liga, wir mit den meisten Toren. Angriff trifft auf Abwehr, Spannung also vorprogrammiert.
Alle Achtung galt den beiden Offensivspielern Wiesens, Tötsch Paul und Pitscher Gernot. Keiner wusste genau, wer sie sind – und doch kennt sie jeder aus dem neuen Clava-Fantasy-Spiel.
Dieses Mal hatte sie allerdings keiner aufgestellt. Verständlich, gegen uns ist es schwer Punkte zu holen.

Auch einige treue ASV-Fans reisten zum weitesten Auswärtsspiel der Saison. Manche wegen Fußball, andere wie Piffrader Gabse einfach nur, um ihre neue Herbstjacke zu präsentieren.
Und damit im Spitzenspiel nicht der Unparteiische im Fokus steht, wurde eigens ein Schiedsrichter aus einer anderen Region einbestellt, welche in der Regel auf einem anderen Niveau pfeifen.

Zum Spiel:
Wir legen los wie die Feuerwehr. Schon nach 15 Sekunden die erste Ecke, Kopfball von Michi Winkler – Latte, Kreuzeck! Die Riesenmöglichkeit zum Führungstreffer, noch bevor der Gegner einen kontrollierten Ballkontakt hatte.
Kurz darauf wieder Ecke, wieder Michi mit dem Kopf. Dieses Mal direkt in die Arme des Keepers.

Dann wacht Wiesen etwas auf, hat mehr Ballbesitz und zeigt schönes Kombinationsspiel, doch spätestens bei unserer Hintermannschaft ist Endstation.
Ein Freistoß aus 25 Metern zwingt Messner Manuel zu einer Parade, und ein Schuss aus spitzem Winkel geht drüber – aus stark abseitsverdächtiger Position, nebenbei bemerkt.

Wir sind weniger am Ball als die Wipptaler, aber nicht weniger gefährlich nach vorne. Unsere Mannschaft in Halbzeit eins mit mehr Zug nach vorne! Und wie immer brandgefährlich bei den Standards.
Mitte der ersten Halbzeit dann die Führung: Ecke von Dani Messner, Kopfball Winkler Michi – und diesmal drin! Dritte Chance, dieses Mal passt das Ding.

Kapitän Winkler Michael, Torschütze zum 0:1 nach einem Eckball.

Kapitän Winkler Michael, Torschütze zum 0:1 nach einem Eckball.

Mit dieser verdienten 1:0-Führung geht es dann auch zum Pausentee.

Nach Wiederanpfiff kommt Wiesen druckvoller aus der Kabine. Die erste Viertelstunde gehört klar den Gastgebern. Unsere Hintermannschaft nun echt gefordert.
Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hat Wiesens Stürmer fünf Minuten nach der Halbzeit. Sein Schlenzer Richtung langes Eck landet am Pfosten, der Nachschuss wird von Goalie Messner Manuel entschärft.
Mit Glück und Geschick halten wir die Null. Dann flacht der Druck ab und wir kommen wieder besser ins Spiel.

Dann vermutlich die Szene des Spiels, vielleicht sogar der ganzen Saison: Ein geblockter Schuss fliegt hoch, fällt genau vor die Füße von Dr. Hatla. Alle schreien „STOPP IHN!“, die Zuschauer drehen sich schon weg – aus Angst vor einer Horrorverletzung. Doch der Dottore packt seine ganze Klasse aus, nimmt den Ball Volley aus 30 Metern und hämmert ihn mit Traumtechnik aufs Tor. Der Wiesen-Keeper kratzt das Ding gerade noch raus. Feinste Sahne. Hatla selbst weiß bis heute nicht, wie er den Ball so getroffen hat.

Im Bild Dr. Hattla-ungefähr so beeindruckend sah auch sein Volley am Samstag aus.

Im Bild Dr. Hattla-ungefähr so beeindruckend sah auch sein Volley am Samstag aus.

Die anschließende Ecke? Wieder tritt Dani Messner, diesmal auf den Kopf von Mittelfeldmonster Ceesay „Ebrahimovic“ – 2:0! Die Vorentscheidung!

Wiesen versucht noch einmal alles, wirft alles nach vorne und agiert teilweise mit einer 3-2-1-4-ähnlichen Formation. Dadurch ergeben sich Räume für unsere Offensive. Diese, bestehend aus Elton, Dani und Jaki, spielt stark auf an diesem Samstag.

Vor allem Volgger Jaki zeigt eine klasse Leistung und sorgt für Kopfschmerzen in Wiesens Abwehrreihe! Einziger Wermutstropfen: sein Freistoß… Jakis Versuch aus gut 25 Metern Distanz landet auf den Hängen des Hochfeilers! Hätte Fußball-Arena dieses Spiel gefilmt und diesen Freistoß kommentiert, würde es heißen: „Hier hatte er den Fuß noch nicht richtig eingestellt.“

In der Schlussphase versucht unsere Mannschaft die sich nun ergebenden Räume zu nutzen und sorgt immer wieder für Entlastung.
Nach einem Konter läuft Messner Daniel plötzlich von halbrechts alleine auf das gegnerische Tor zu, sein Abschluss verfehlt aber das Gehäuse knapp.
Wenig später, kurz vor Schluss, zieht Elton aus 20 Metern ab, der Ball wird noch entscheidend vom Abwehrspieler abgefälscht und segelt über den Torwart ins Netz – 3:0, Deckel drauf, Feierabend.

Ceesay Ebrima: Torschütze zum 0:2 und Vorentscheidung

Ceesay Ebrima: Torschütze zum 0:2 und Vorentscheidung

Am Ende ein starkes Spitzenspiel, das wir dank Effizienz, Standards und defensiver Stabilität 3:0 gewinnen. Vielleicht etwas zu hoch vom Ergebnis her – Wiesen war keineswegs schwach. Aber wir waren an diesem Nachmittag cleverer, eiskalter und hinten zum dritten Mal in der Saison mit der weißen Weste.
Hätte Wiesen nach der Pause ausgeglichen, hätte das Spiel auch in die andere Richtung gehen können!
So nehmen wir die drei Punkte aus dem Wipptal mit nach Hause. Tabellenführung!

Und Hubbi Motorsega ohne Gelb – das eigentliche Wunder von Wiesen. Die Wettquoten auf ein Spiel ohne Gelbe Karte von Hubbi waren im Vorfeld astronomisch – fast so wie ein Sechser im Lotto. Kein Wunder nach vier Karten in vier Spielen vorher.

Am Montag ordnete Coach Chrie dann anstelle des Trainings in die Sauna nach Reischach. Dort wurde geschwitzt, was das Zeug hält.
Wieder einmal glänzte jedoch einer durch Abwesenheit: Oggiano Fabi. Dieses Mal kein Padel-Turnier – stattdessen Vollsuff am Oktoberfest.

Oggiano Fabian „Paddel- und Oktoberfestweltmeister"

Oggiano Fabian
„Paddel- und Oktoberfestweltmeister“

Während Fabi also in München alles gab, gab unser Küken Giovanni, der jüngste in der Mannschaft,  in der Sauna alles – und kämpfte heldenhaft damit, all seine Körperteile unter Kontrolle zu halten.

Nun gilt der Fokus dem Heimspiel am Samstag gegen Uttenheim. Dafür brauchen wir wieder die volle Unterstützung unserer Fans!

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