ASV Dietenheim Aufhofen

Torfestival gegen Latzfons B

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Am vergangenen Samstagnachmittag empfing der ASV Dietenheim/Aufhofen im heimischen Waldstadion die zweite Mannschaft des ASV Latzfons. Vermutlich, da beide Latzfonser Teams zeitgleich im Einsatz waren, reiste die Gästetruppe mit dünn besetztem Kader an – was sich im Spielverlauf bemerkbar machte. Bei herrlichem Herbstwetter wollte unsere Mannschaft nach dem Unentschieden in Rasen endlich wieder auf die Siegerstraße zurückkehren.

Nach dem Ausfall von Mittelfeldmotor Fabi muss Coach Chrie improvisieren . Die Lösung ist so simpel wie genial: Hatla wird vom Abwehrbollwerk ins Mittelfeld beordert – „für mehr Ruhe“, wie es heißt (und wohl auch, weil er hinten etwas zu langsam geworden ist). Ein genialer Schachzug wie sich später herausstellen sollte.

Auch sonst fährt der ASV Dietenheim/Aufhofen für dieses Spiel alle Geschütze auf.
Der fast schon als vermisst gemeldete Kostner Thomas wird erstmals seit Monaten wieder in ASV- Kleidung gesichtet. Kostner, der in der Rückrunde letzte Saison noch zu den Leistungsträgern im Mittelfeld zählte, überlegte bis jetzt – also bis zum vorletzten Spieltag der Hinrunde der neuen Saison, ob er seine Karriere fortsetzen kann, muss, soll oder darf.
Viele denken, er kommt nur, um sein neues Gefährt, einen Tesla, zu präsentieren.
Seine Anreise erfolgt dann tatsächlich elektrisch – allerdings mit einem (ebenfalls neuen) E-Bike.

Kostner Thomas

Kostner Thomas

Verwunderung macht sich in den Augen unserer Spieler breit, als sie einen kurzen Blick auf die Tribüne werfen. Dort sitzt tatsächlich Vereins- und Aufstiegslegende Muggiu – zur Freude und leichten Fassungslosigkeit aller. Neben ihm machen sich einige Altherren bemerkbar, die – eventuell leicht angehaucht – bereits der traditionellen Altherren-Sauna nach dem Spiel entgegenfiebern. Dass der vierte und letzte Aufguss des Abends später im Puka Naka stattfinden wird, ahnen zu diesem Zeitpunkt nur die Eingeweihten (Alle?).

Von Beginn an lässt der ASV Dietenheim/Aufhofen an diesem Nachmittag keine Zweifel daran, wer Herr im Waldstadion ist. Bereits zur Pause steht es 4:0. Man of the Match in Halbzeit eins: Stürmerstar Volgger Jaki! Mit einem soliden Hattrick sorgt er praktisch im Alleingang für den klaren Pausenstand.
Jaki, wieder einmal mit etwas „Voglia“ unterwegs, überzeugt mit präzisen Abschlüssen und – für seine Verhältnisse – bemerkenswert hoher Laufarbeit. Das alles unter den wachsamen Augen seiner Mutter auf der Tribüne, die wohl auch diesmal über 90 Minuten keinen Puls unter 150 hat.
Beinahe trifft Jaki sogar ein viertes Mal in dieser Halbzeit: Sein Volley-Abschluss aus spitzem Winkel geht nur knapp über das Tor – zudem auch knapp über den Zaun und in Folge auch noch knapp über die Wiese hinter dem Zaun. Der Ball landet – ohne aufzuprallen – direkt im Wald. Glanzleistung!
Einige Zuschauer fordern nach diesem Abschluss die sofortige Auswechslung.

Volgger Jaki

Volgger Jaki

Das 4:0 erzielt Dottore Schraffl Christoph – sehenswert per Flugkopfball nach einem Freistoß. Damit gelingt dem ASV endlich wieder einmal ein Tor nach einem Standard.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wechselt Coach Chrie auf der Torhüterposition: Für Messner Manuel kommt Steinmair Joni – den meisten wohl nur bekannt als Giovanni Sasso. Er soll mit seinen berühmt-berüchtigten „Mani di Cacca“ hinten die Null halten. Jonis Einsatz in dieser Saison ist eigentlich schon längst überfällig! Sportlich gesehen, für einen der fleißigsten im Training, mehr als verdient.
Als die anderen Wechselspieler von dieser Einwechslung Wind bekommen, wissen sie genau, was zu tun ist: Bälle aufpumpen! Sofort!
Im Falle eines Gegentors würde so Jonis klassische Ausrede „Wos sanen des wella scheiss Bälle!?!“ nicht fruchten.

Steinmair Joni

Steinmair Joni

Halbzeit zwei beginnt genauso, wie die erste aufgehört hat: Einbahnstraßenfußball – diesmal allerdings in die andere Himmelsrichtung.
Jungspund und Cola-Rot-Liebhaber Leimgruber Dami sorgt mit einem Fernschuss mit seinem linken – dem inzwischen stärkeren seiner beiden Füße – fürs 5:0. Ein Tor, das seine starken Leistungen der letzten Wochen belohnt – absolut verdient!

Cola-Rot-Dami

Cola-Rot-Dami (Mitte)

Flügelspieler Elton Bajraktari schraubt mit seinen Saisonstoren Nummer 6 und 7 das Ergebnis weiter nach oben. Den Neuzugang vom Sommer kennt mittlerweile jeder Gegner – und jeder ASV-Ultra auf den Rängen. Trotzdem kämpfen die Stadionsprecher im Waldstadion noch immer Heimspiel für Heimspiel tapfer mit seinem Nachnamen.

Im Laufe des Spiels wechselt Coach Chrie immer mehr durch. So darf auch Volgger Jaki vorzeitig unter die Dusche. Für ihn kommt Mutschlechner Florian. Um die Clava- und Fubas-Community – und die Multa-App – auch während des Spiels aktuell zu halten, tarnt Muff seine Smartphones einfach als Schienbeinschoner: Firmenhandy rechts, privates Handy links. Niemand bemerkt es. Walter Frosch wäre stolz darauf!
Als wenig später die junge Schiedsrichterin in ihre Pfeife pustet und auf den Elfmeterpunkt zeigt, verwandelt sich das Waldstadion in ein Tollhaus. Ganz wie zu Messis besten Zeiten, als das Camp Nou „Messi! Messi! Messi!“ skandiert, hallt nun nur noch ein „Muff! Muff! Muff!“ durch das Waldstadion. Alle wollen, dass er schießt.
Überzeugt legt sich Muff das Leder zurecht und nimmt Anlauf. Fotograf Floriani Alex sprintet samt Kameraequipment über das halbe Spielfeld, um diesen historischen Moment festzuhalten. Doch leider verzieht Muff – sein Schuss geht knapp am Tor vorbei. Dabei wäre es ein Tor für die ASV-Geschichtsbücher gewesen: sein erstes Pflichtspieltor im Dress des ASV Dietenheim/Aufhofen!

Mutschlechner Florian (Muff)

Mutschlechner Florian (Muff)

Auch Küken Giovanni Ribul bekommt wieder seine Einsatzzeit. Dieses Mal ist er für den Geschmack der Schiedsrichterin leider etwas zu oft im Abseits unterwegs. Doch einmal bleibt die Fahne unten – wie man so schön sagt – und Giovanni steht plötzlich alleine vor dem gegnerischen Torhüter. Uneigennützig legt er quer auf den komplett freistehenden Tripodi, der zum 8:0-Endstand einschiebt. Der jüngste Spieler assistiert dem ältesten – so etwas sieht man nicht alle Tage. Über die Jubelszenen kursieren mittlerweile einige Videos, von deren Veröffentlichung hier sehen wir jedoch ab!

Hier der erste Part vom Torjubel

Hier der erste Part vom Torjubel

Danach ist Schluss. Ein mehr als verdienter Heimsieg und drei weitere Punkte wandern auf das ASV-Konto – ein Sieg, der der Mannschaft richtig gut tut. Acht Tore, null Gegentreffer und jede Menge Spaß: So kann es weitergehen! Ein Spiel, das einige so schnell nicht vergessen werden.

Einer von ihnen ist der immer noch verletzte Joey – zugleich Volgger Jakis größter Fan! Einen Hattrick von Jaki gibt es schließlich nicht alle Tage, normalerweise sind drei Saisonstore schon viel. Deshalb überreicht Jaki nach dem Spiel ein kleines Erinnerungsstück fürs Büro an Joey.

Selten so glücklich gewesen: Joey

Selten so glücklich gewesen: Joey

Nachdem Goalie Joni in Halbzeit zwei hinten die Null hält, werden die Wechselgerüchte – ein Wechsel zum ASV Gossensass liegt in der Luft – wieder neu entfacht. Bleibt zu hoffen, dass er der ASV-Familie trotz verlockender Angebote aus dem Wipptal noch lange treu bleibt. Egal ob als Torwart, Hot Dog oder Schwertransport!

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