ASV Dietenheim Aufhofen

Verdienter Heimsieg gegen Rasen/Antholz

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Samstag, Heimspiel im Dietenheimer Waldstadion. Nach einer Woche voller winterlicher Temperaturen und Schneefall in den höheren Lagen – der Schnee lacht inzwischen wieder vom Kronplatz herunter und bei einigen Spielern kommt schon wieder leise Skitag-Stimmung auf – zeigt sich das Wetter heute endlich wieder etwas fußballfreundlicher. Natürlich darf der obligatorische Wind im Waldstadion trotzdem nicht fehlen.

Bereits beim Abschlusstraining am Freitag sorgt Geburtstagskind Bianchi Manuel für gute Stimmung. Pizza für die gesamte Mannschaft – vermutlich die beste Vorlage des Wochenendes. Danke nochmals dafür.

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Das Spiel heute für uns nicht unwichtig. Gegen den direkten Tabellennachbarn aus Rasen geht es darum, die theoretische Chance auf Platz zwei am Leben zu halten. Dass dieses Spiel wichtig ist, merkt man besonders an Finanzminister Muff, der heute ungewohnt angespannt wirkt und vor dem Anpfiff schon den ein oder anderen kreativen Gedankensprung hat.
Coach Chri wirkt ebenfalls leicht angeschlagen. Bruneck tanzt forderte offenbar seinen Tribut – Er patrouillierte durch Brunecks Lokale, um nach Spielern Ausschau zu halten, die vielleicht etwas zu tief ins Glas geschaut haben.
Ebra erscheint derweil im Look der französischen Nationalmannschaft inklusive Prada-Brille, als wäre er gerade direkt aus dem Spielertunnel der Champions League gekommen.

Noch vor Spielbeginn wird Vereinsgeschichte geschrieben. Die ASV-Redaktion ist zwar zu faul, um die exakten Statistiken zu prüfen, aber vermutlich setzt ein Trainer zum ersten Mal seit zehn Jahren in zwei Spielen hintereinander auf exakt dieselbe Startelf. Normalerweise verhindern das Verletzungen, Sperren, Urlaube, Padelturniere, Hochzeiten oder sogar der Geburtstag vom Goldfisch.

Alles ist angerichtet im Waldstadion. ASV Ultra „Fischa“ hat die Sirene auf der Tribüne positioniert und Fotograf Floriani Alex erscheint diesmal überraschend ohne Kamera. Er kommt lediglich, um unserem verletzten Joey auf der Tribüne seelischen Beistand zu leisten. Erstes Highlight bereits vor dem Spiel:  Ausschussmitglied Pramstaller Heinz liefert sich beim Verlesen der Aufstellungen ein hitziges Duell mit dem Stadionmikrophon. Mehrmals pustet er ins Mikro, gibt alles und kämpft verbissen darum, die Technik zu besiegen. Am Ende steht es im Duell Heinz gegen Technik 1:1.

Messner Daniel und Amplatz Peter

Messner Daniel und Amplatz Peter

Und dann geht es los. Wie die Feuerwehr. Anstoß. Ball zu Ebra. Dieser vernascht innerhalb von fünf Sekunden gleich drei Gegenspieler und spielt einen Zuckerpass, durch die noch schlafende Abwehr von Rasen, perfekt auf Messner Dani. Der läuft alleine aufs Tor zu und kann nur noch per Foul gestoppt werden. Elfmeter. Nach gerade einmal 10 Sekunden Spielzeit – und noch bevor Rasen überhaupt einmal den Ball berührt hat.

Die große Frage lautet natürlich sofort: Wer schießt? Es ist erst der zweite Elfmeter der laufenden Saison. Den ersten, wir erinnern uns daran, vergab Vereinslegende Muff gegen Latzfons in der Hinrunde. Dieses Mal übernimmt Jobstreibizer Marco Verantwortung.
Nach hunderten Einheiten Elfmeterschießen gegen Steinmair Sasso Joni – der sich aktuell übrigens auf Flitterwochen in Rom befindet und dort Jannik Sinner anfeuert – strotzt Marco nur so vor Selbstvertrauen. Eiskalt verwandelt er zur frühen 1:0-Führung und belohnt damit nicht nur die Mannschaft, sondern auch seine starken Leistungen der letzten Wochen.

Jobstreibizer Marco

Jobstreibizer Marco

Der ASV bleibt danach klar spielbestimmend und erspielt sich Chance um Chance. Währenddessen beschäftigt sich Rasen zwischenzeitlich mehr mit sich selbst als mit dem Gegner. Vor allem Elton und Ebra spielen groß auf. Elton verdreht Rasens Außenverteidiger regelmäßig die Beine, während Ebra das gegnerische Mittelfeld praktisch im Alleingang schwindlig spielt. Teilweise sieht es fast so aus, als würde er seine Gegenspieler regelrecht „tratzen“. Mit zunehmender Spielzeit häufen sich deshalb auch die Frustfouls der Gäste.

Ceesay Ebrima

Ceesay Ebrima

Das 2:0 liegt eine gefühlte Ewigkeit in der Luft. Der ASV müsste nach einer halben Stunde längst mit drei oder vier Toren führen. Auf der Tribüne macht sich langsam Fußballweisheit breit – Sprüche wie „Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten“ machen die Runde.

Chancen gibt es genug. Elton verfehlt das leere Tor, Dottore Hatla köpft innerhalb derselben Aktion gleich zweimal neben das Tor und Messner Dani schießt bei einem Eckball einen Ball am langen Pfosten vorsichtshalber wieder hinaus, obwohl dieser vermutlich direkt im Tor gelandet wäre. Wenig später taucht Dani nach einem perfekten Konter über Volgger Jaki alleine vor dem Torwart auf, scheitert diesmal allerdings am stark reagierenden Keeper.

Apropos Volgger Jaki. Ja, auch er steht heute wieder in der Startelf. Nach seinem starken Spiel in der Vorwoche verbringt er diesmal den Großteil der ersten 45 Minuten im Abseits. Eigentlich hätte er heute ohnehin gar nicht spielen sollen, da irgendwo bereits eine Almhütte reserviert war. Der Schneefall macht diese Pläne jedoch zunichte – also muss er eben Fußball spielen. Besonders spannend dabei: Jaki steht bereits bei vier Gelben Karten. Mit einer weiteren wäre er am langen Pfingstwochenende gesperrt. Und genau dort steht der Altherren-Urlaub nach Jesolo an. Schwierige Ausgangslage, versteht sich von selbst.
Und so wirkt es fast wie ein abgekartetes Spiel: Jaki sieht bereits in der ersten Halbzeit nach einem etwas zu harten Einsteigen Gelb und ist damit für die nächste Partie gesperrt. Direkt danach geht der Daumen hoch Richtung Tribüne zu den anwesenden Altherren: „Bin dabei.“

Trotzdem zeigt Jaki zwischendurch natürlich auch seine Qualitäten. Nach einem Geschenk der Rasner Hintermannschaft im Aufbauspiel bleibt er alleine vor dem Torhüter eiskalt und schiebt souverän zum verdienten 2:0-Halbzeitstand ein. Sein achtes Saisonstor.

Volgger Jaki

Volgger Jaki

Von Rasen ist offensiv bis auf ein paar harmlose Fernschüsschen, die Manu sicher festhält, in Halbzeit eins wenig zu sehen.

Nach der Pause kommen die Gäste allerdings deutlich besser ins Spiel. Unsere Mannschaft verschläft den Start etwas und plötzlich häufen sich die Chancen für Rasen. Motorsega Hubbi, in Halbzeit eins noch mit einer Tacco-Showeinlage an der Mittellinie, serviert dem Gegner plötzlich mit einem perfekten „Spitalpass“ eine Riesenchance. Zum Glück ist Manu aufmerksam und kann retten.

Wenige Minuten später folgt allerdings der Anschlusstreffer. Freistoß aus dem Halbfeld, in der Mitte fühlen sich mehrere Gegenspieler auffällig unbeobachtet und ein Rasner Stürmer nickt zum 2:1 ein.

Sicherer Rückhalt im Tor: Messner Manuel

Sicherer Rückhalt im Tor: Messner Manuel

Der Abnschlusstreiffer und auch die Einwechslungen rütteln unsere Mannschaft wieder wach und bringen frischen Wind – allen voran jene von Kamikatze Moro.
Dieser produziert nach seiner Einwechslung mehr Pressbälle als tatsächliche Pässe. Ihm zuzuschauen ist heute Unterhaltung pur.

Der ASV kommt wieder besser ins Spiel und erspielt sich weitere Chancen. Jaki taucht nochmals alleine vor dem Torwart auf, vergibt diesmal allerdings.
Die Partie wird nun zunehmend zerfahrener, viele Fouls und Unterbrechungen prägen das Spielgeschehen.

Irgendwann fliegt der gegnerische Trainer mit Rot vom Platz – angeblich wegen Schiedsrichterbeleidigung. Harte Entscheidung. Wahrscheinlich wäre es sinnvoller gewesen, Rasens Innenverteidiger vom Platz zu schicken. Dieser fällt hauptsächlich durch Fouls, Diskussionen und Provokationen auf. Auch auf der Tribüne bleibt das natürlich nicht unbemerkt: Fan-Legende Maia empfiehlt dem Verteidiger lautstark, doch lieber zum Theaterverein zu wechseln – dieser suche aktuell nämlich neue Mitglieder.

Für die Entscheidung sorgt schließlich Elton. Von der Seite zieht er alleine Richtung Mitte, bleibt vor dem Torwart eiskalt und schiebt souverän zum verdienten 3:1 ein.

Bajraktari Elton

Bajraktari Elton

In der Schlussphase gibt es nochmals Chancen auf beiden Seiten, doch Goalie Manu bleibt der gewohnt sichere Rückhalt.

Am Ende steht ein verdienter 3:1-Heimsieg für unseren ASV. Defensiv steht die Hintermannschaft erneut stark – Standardsituationen einmal ausgenommen.

Theoretisch lebt damit sogar die Chance auf Platz zwei weiter. Praktisch wird das allerdings schwierig, da Mühlwald aktuell durch die Rückrunde marschiert wie eine Maschine. Platz drei ist mit diesen drei Punkten allerdings fix abgesichert. Von hinten ist der ASV nicht mehr einzuholen.

Und sonst bleibt nach diesem Heimspiel alles wie immer: Ein grauer Mazda hat wie jeden Sonntag seinen Stammplatz am Sportplatz Dietenheim eingenommen. Wem er wohl gehört?

Gewohntes Bild am Sonntag

Gewohntes Bild am Sonntag

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