Vierter Sieg im vierten Spiel
- Aktualisiert: 24. September 2025
„Kirstasamstag“ im Waldstadion von Dietenheim – die Sonne lachte vom Himmel, doch noch heller strahlte Vereinslegende „Grebma“. Kein Wunder, hatte er doch schon ein paar Weißweine in der Tiffany intus, was seine Strahlkraft beinahe auf Flutlicht-Niveau hob. Die Ausgangslage klar: drei Spiele, drei Siege, aber immer nur mit einem Tor Unterschied. Diesmal sollte es anders kommen.
Schon vor dem Spiel die ersten Randgeschichten, wie sie nur der Amateurfußball schreibt: Die Messner-Zwillinge, sonst unzertrennlich und in bester Aufgabenteilung unterwegs – normalerweise lenkt Manu, während Dani die Pedale bedient – kamen diesmal tatsächlich getrennt mit zwei Autos.
Co-Trainer Felix Bacher war unterdessen auf „Fortbildung“ in Sardinien – Trainingsinhalte dort vermutlich eher Aperol-Spritz als Viererkette.
Die Partie begann hektisch. Olang hatte anfangs mehr vom Spiel, wir fanden kaum Zugriff im Mittelfeld und waren mehr am Hinterherlaufen als am Gestalten. Doch dann der erste Höhepunkt: ein langer Abschlag von Goalie Manu, alle Olanger segeln daran vorbei, und plötzlich steht sein Bruder Dani Messner völlig frei vor dem Tor. Er bleibt cool und schiebt locker zum 1:0 ein. Ein Geschenk, das wir dankend annahmen. Tor und Assist gehen also auf das Konto der „Gemelli‘ Messner – die schon am Freitag bei der Gempüpse-Pizza ablieferten und nun auch auf dem Platz nahtlos dort ansetzten.

Früher hieß es noch Pasta Calciatore vor dem Spiel, inzwischen ist es die Pizza, die eher an ein Gemüsebeet erinnert.
Keine fünf Minuten später dann ein Freistoß aus dem Halbfeld: „Schronkn Hons“ steigt wiedermal am höchsten und köpft wuchtig zum 2:0 ein. Und weil’s gerade so schön war, legte Kapitän Michael Winkler nach einem weiteren Freistoß von der Seite gleich das 3:0 nach. Innerhalb von zehn Minuten hatten wir aus dem Nichts eine komfortable Führung herausgeschossen – niemand wusste so recht, wie es dazu gekommen war, am wenigsten wohl die Gäste aus Olang.
Das Sahnehäubchen auf die Kirschtorte setzte kurz darauf Elton: er bekommt auf dem linken Flügel den Ball und zieht aus gut 30 Metern ab. Der Ball segelte unhaltbar für den gegnerischen Torwart genau in den Winkel. Ein Treffer, wie ihn die Zuschauer im Waldstadion nicht jede Woche zu Gesicht bekamen. Damit stand es 4:0, und die Partie war praktisch entschieden. Vier Schüsse, vier Tore, gnadenlose Effizienz (ein Attribut, welches man unserer Mannschaft noch vor rund einem Jahr mit absoluter Gewissheit nicht zugeschrieben hätte) Das war keine Chancenverwertung, das war chirurgische Präzision, wie sie ansonsten nur Dr. Hatla bei seinen Metzgereien an den Tag legt.
Kurz vor der Pause sorgte dann noch „Motorsega STIHL Hubi“ für sein ganz persönliches Highlight: Gelbe Karte Nummer vier im vierten Spiel – der Mann ist eben ein Muster an Konstanz. Böse Zungen behaupten er hätte für übernächste Woche seinen 13. Urlaub in diesem Jahr geplant und würde deshalb mit einer Gelbsperre liebäugeln.

Wo Motorsega Hubbi am Werk ist, gilt: Durchlaufverbot für Angriffspieler. Zutritt nur auf eigenes Risiko.
Nach dem Seitenwechsel war die Partie im Prinzip entschieden. Wir schalteten mehrere Gänge zurück, ließen den Ball etwas ruhiger durch die eigenen Reihen laufen und verwalteten das Ergebnis souverän. Die Gedanken der Spieler wanderten längst schon Richtung anstehender Feier auf dem Kirschta, das Bier schien verlockender als die nächste Torchance. Olang bemühte sich zwar noch, drängte auf den Ehrentreffer, doch unsere Defensive ließ nichts anbrennen. Am Ende stand ein souveräner 4:0-Sieg, der nie wirklich in Gefahr geriet.
Wirklich spannend wurde es erst nach dem Abpfiff. Auf dem Kirsta wurde der Sieg natürlich gebührend gefeiert: Giovanni und Joey testeten ausgiebig die Grenzen ihrer Trinkfestigkeit und schossen dabei vielleicht ein klein wenig übers Ziel hinaus, und Doktor Hatla machte seinem Ruf als Feierbiest wieder einmal alle Ehre – bis in die frühen Morgenstunden schwang er das Tanzbein. Eine dritte Halbzeit, wie sie im Bilderbuch steht.
Blick nach vorne: Nächste Woche wartet das große Spitzenspiel in Wiesen. Beide Teams stehen bei 12 Punkten, und die Partie verspricht ein echter Krimi um die Tabellenführung zu werden. Mit der aktuellen Form unserer Truppe, der Treffsicherheit auf dem Platz – und der Feierlaune abseits des Rasens – darf man gespannt sein, ob die Siegesserie hält.





